Systematik Überabteilung:
Samenpflanzen (Spermatophyta)
Abteilung:
Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse:
Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Ordnung:
Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie:
Stachelbeergewächse
Gattung:
Johannisbeeren
Wissenschaftlicher Name der Familie
Grossulariaceae DC.
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Ribes L.
Innere Werte: Viel Vitamin C, Provitamin A, Vitamin E, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen, hoher Ballaststoffgehalt; Fruchtsäuren
Wirkung: harntreibend und entwässernd
Die Johannisbeeren (Ribes) sind eine Pflanzengattung; auch die Stachelbeere wird dieser Gattung zugerechnet. Es ist die einzige Gattung in der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Früher wurde sie der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) zugerechnet. Hauptverbreitungsgebiet sind die gemäßigten Klimagebiete der Nordhalbkugel, aber auch in den Anden gibt es einige Arten.
Die Johannisbeeren werden in Österreich auch Ribisel, in Schwaben Träuble, in der Schweiz Meertrübeli genannt.
Ausgehend vom Französischen, wird die Schwarze Johannisbeere auch Cassis genannt. Namensgeber für diese Beerenobstgattung ist der Johannistag (24.6.), um den herum die ersten Sorten reif werden. Herkunftsland ist Schweden.
Bei den Ribes-Arten und -Sorten handelt es sich um sommergrüne Sträucher, die Wuchshöhen von 1 bis 1,5 Meter erreichen. Die wechselständig bis spiral an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind gestielt, einfach, oft drei- bis fünffach gelappt; auffällig ist ihr Geruch. Nebenblätter sind vorhanden oder fehlen.
Der Blütenstand ist eine oft vielblütige Traube. Die Blüten sind zwittrig oder eingeschlechtig; wenn die Blüten eingeschlechtig sind dann sind die Pflanzen zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Blüten sind vier- oder fünfzählig. Es ist nur ein Kreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Sie haben eine Blütezeit von April bis Mai. Die Blüten werden von Insekten bestäubt (Entomophilie). Die saftigen Beeren enthalten 20 bis 100 Samen. Ribes zählt zu den Kosmopoliten in der Vegetationskunde, da sie weltweite Verbreitung findet.
Johannisbeeren werden unterteilt in:
Schwarze Johannisbeere (R. nigrum), Rote Johannisbeere (R. rubrum) und Weiße Johannisbeere (Selektionen aus R. rubrum).
Eine Kreuzung zwischen schwarzer Johannisbeere mit der Stachelbeere ist die „Jochelbeere“.
Für diese Hybride hat sich das Synonym „Jostabeere“ eingebürgert, wobei „Josta“ eigentlich eine Sorte ist.
Die Blüten der schwarzen Johannisbeere werden zur Parfümherstellung verwendet.
In der Gattung Ribes gibt es etwa 150 Arten:
Alpenjohannisbeere (Ribes alpinum), Europa, Nordasien und Nordafrika Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum), Europa Gold-Johannisbeere (Ribes odoratum) oder Ribes aureum, Nordamerika Felsen-Johannisbeere (Ribes petraeum Wulf.) Rote Johannisbeere (Ribes rubrum), Europa Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum), Nordamerika Stachelbeere (Ribes uva-crispa), Europa Jostabeere (Ribes × nidigrolaria), Josta- oder Jochelbeere, ist eine Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere.






