Systematik Unterklasse:
Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung:
Rosenartige (Rosales)
Familie:
Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie:
Steinobstgewächse (Amygdaloideae)
Gattung:
Prunus
Untergattung:
Cerasus
Wissenschaftlicher Name
Cerasus L.
Kirschbäume, oder einfach Kirschen, sind mehrere Arten der Untergattung Cerasus aus der Gattung Prunus, aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), sind sommergrüne Laubbäume.
Geschichte
In Europa wurden die ersten Kirschbäume durch den römischen Feldherrn Lucius Licinius Lucullus eingeführt, als er auf einem Feldzug in Kleinasien die Stadt Giresun in der heutigen Türkei passierte. In vielen Sprachen leiten sich die Wörter für Kirsche (engl. cherry) vom griechischen Namen Kerasus für Giresun ab.
Beschreibung
Die Blüten sind wie bei allen Rosengewächsen (Rosaceae) 2-4-zählig. Die Blüten sind weiß, bei den Ziersorten gibt es auch rosafarbene. Es ist nur ein Fruchtblatt vorhanden. Es gibt selbstunfruchtbare und selbstfruchtende Sorten. Im Kirschanbau, wie im gesamten Obstanbau werden verschiedene Unterlagen verwendet, um die Größe der Pflanze, und Widerstandsfähigkeit zu verbessern.
Auch durch den Zeitpunkt der Reife der Früchte unterscheiden sich die verschiedenen Sorten. Die Maikirsche ist eigentlich das erste Obst im Jahr und erlangt, wie schon der Name sagt, Ende Mai die Reife. Die Herzkirsche ist etwas später dran, wobei es bei dieser Art wiederum frühere und spätere Sorten gibt.
Außerdem gibt es noch verschiedene Arten der Zierkirschen.
Alle Arten der Edelsorten eignen sich hervorragend für den Frischverzehr und sind deshalb auf vielen Märkten und in Geschäften anzutreffen. Die Konservenindustrie verwendet Kirschen zur Herstellung von Kompotten, auch zur Saftherstellung finden sie Verwendung. In getrockneter Form sind sie in Früchtetees anzutreffen, Hochprozentiges gibt es in Form von Edelbränden (Kirschwasser) und Likören. Vielen dieser Produkte wird auch künstliches Aroma hinzugefügt.
Es wird zwischen färbenden und nicht färbenden Kirschen unterschieden. Zum ersten Typ gehören die sogenannten Amarellen und zum zweiten Typ die Morellen, Weichseln und Sauerkirschen. Der zweite Typ enthält Anthocyane, die durch Wärmeeinwirkung zerstört werden können. Je dunkler die Farbe, desto gehaltreicher. Neben Vitaminen sind Minerale enthalten.
Bestäubung, Befruchtung und Reife
Kirschen werden fast ausschließlich durch Insekten, vor allem Honigbienen, bestäubt. Befruchtung durch Insekten nennt man Entomogamie. Die sehr frühe Blüte der Kirsche kann dabei zu Problemen in der Bestäubung führen, da Honigbienen erst ab ca. 12 °C aktiv werden. Bei tieferen Temperaturen ist somit die Befruchtung oft unbefriedigend. Hummeln und andere Wildbienen sind Alternativen, weil sie bereits bei tieferen Temperaturen fliegen. Ihre Effizienz in der Bestäubung ist aber geringer als jene der Honigbienen.
Süßkirschen sind ursprünglich selbststeril, das heißt, eine Sorte kann sich selbst nicht befruchten. Bei selbststerilen Süßkirschen ist auf die richtigen Befruchtersorten zu achten. Diese müssen in ihren Blühverläufen übereinstimmen.
Verschiedene Kirschensorten blühen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Frühblüher sind meist – aber nicht immer – auch früh reif. Kirschen werden je nach Sorte in sieben sogenannten Kirschwochen geerntet.






