Systematik Klasse:
Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Unterklasse:
Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung:
Rosenartige (Rosales)
Familie:
Rosengewächse (Rosaceae)
Gattung:
Prunus
Art:
Pfirsichbaum
Wissenschaftlicher Name
Prunus persica (L.) Batsch

Pflanze
Der Pfirsichbaum ist ein bis zu acht Meter hoher Obstbaum. Zu Beginn des Frühjahrs – in wärmeren Gebieten schon im Spätwinter – ist er mit rosaroten Blüten übersät. Die schmalen, etwa 6-12 cm langen, mittelgrünen Blätter entwickeln sich erst später. Im Mittsommer folgen dann die mit samtigem Flaum bedeckten, fleischigen Früchte, die einen porigen, stark gefurchten Kern haben.
Sorten:
Es gibt weiß- und gelbfleischige Sorten, und solche, die steinlösend ("Freestones", "Kerngeber") und nichtsteinlösend ("Klingstones", "Durantien") sind.

"Wildpfirsiche" Werden im Obsthandel (meist zu höheren Preisen als "Rundpfirsiche") angeboten. Gut ausgereift sind sie deutlich aromatischer als die bekannten runden Pfirsiche.
Neben dem Kultur-Pfirsich ist auch der "Weingarten-Pfirsich" als teurere, seltenere Variante bekannt. Beim Weingarten-Pfirsich gibt es ebenso wie beim normalen Kulturpfirsich weiß- und gelbfleischige Sorten, er ist kleiner, aber unempfindlicher gegen Krankheiten und Schädlinge als der normale Pfirsich. Das Fruchtfleisch ist meist weniger süß als das vom Kultur-Pfirsich, hat aber einen intensiveren Pfirsichgeschmack und Geruch.

Geschichte:
Der Pfirsich wurde nach Meinung von Experten vor mehr als tausend Jahren im Mittelmeerraum eingebürgert. Ursprungsland ist aber China, wo seine Kultur schon 2000 v. Chr. bekannt war. Er gelangte dann über Persien nach Griechenland und in weiterer Folge durch die Römer nach Mitteleuropa.
Es gibt auch einige Beschreibungen zur arzneilichen Verwendung des Pfirsichs. Der Samen ist allerdings sehr giftig, da er ca. 6,5 % blausäureabspaltendes Amygdalin enthält. Die alten Ägypter richteten sogar Verbrecher mit Pfirsichkernen hin. Auch die Blätter enthalten ein verwandtes Blausäureglykosid.

Symbolik
In China gilt der Pfirsich als Symbol der Unsterblichkeit.
Anbau
In Mitteleuropa wird der Pfirsich wegen seines Wärmebedürfnisses vor allem
in Weinbaugebieten angebaut. Sind die Winter zu kalt, wird das Holz geschädigt
und die frühe Blüte von Spätfrösten in Mitleidenschaft gezogen.